PRESSEINFORMATION

 

Kleinkunstpreis Baden-Württemberg in Pforzheim verliehen
Harald Hurst erhält Ehrenpreis des Wettbewerbs

 

Am 24. April wurde im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2018 verliehen. Das Freiburger Comedy-Duo"Chaos-Theater OROPAX", die Pantomimen "Habbe & Meik" und der HeidelbergerLiedermacher Martin Herrmann wurden ausgezeichnet. Den Ehrenpreis erhielt derEttlinger Mundartdichter Harald Hurst.

 

Der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg genießt einen besonderen Status, denn er wird alseinziger Wettbewerb in Deutschland von einer Landesregierung als Staatspreis ausgelobt. DenWettbewerb gibt es bereits seit 1986.

 

Ulrich Steinbach, Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, betonte beider Preisverleihung: "Die Kleinkunst ist in ihrer Vielfalt unverzichtbarer Bestandteil der Kunstszenedes Landes. Mit den unterschiedlichsten Genres hält sie dem Publikum einen Spiegel vor: Siekarikiert aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen und Tendenzen. Sie ist gleichzeitig einkostbarer Ausdruck von Freiheit, Offenheit und Toleranz in unserer Gesellschaft. Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker hob hervor: "Der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg ist eine festeGröße und ein Prädikat für die Preisträger. Mit ihm erreichen die Gewinner neues Publikum undsteigern ihre Bekanntheit. Wir stehen zu unserem langjährigen Engagement für die Kultur im Landund für den Kleinkunstpreis."

 

Für Presserückfragen

 

Jelena Schramm

Lotto Baden-Württemberg

Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0711/ 81 000-229

E-Mail: jelena.schramm(at)lotto-bw.de

 

Dr. Denise Burgert

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0711/ 279-3017

E-Mail: denise.burgert(at)mwk.bwl.de

 

 

Hauptpreise für „Chaos-Theater OROPAX“, „Habbe&Meik“ und Martin Herrmann

 

 

Seit Jahrzehnten verblüfft und begeistert das Chaos-Theater OROPAX sein Publikum. Die Shows der Freiburger Brüder Volker und Thomas Martins unterhielten laut der Kleinkunstpreis-Jury auf „allerhöchstem Nonsens-Niveau“. Der hochgeistige „Tief- und Schwachsinn“ käme verpackt in exzellenter Körper-Comedy und skurril-absurden Spontaneinlagen daher.

 

 

Habbe&Meik überzeugten mit ihren fantasievollen Masken, beeindruckender Körperpräzision, viel Slapstick und Musik – doch ohne ein Wort zu verlieren. Die beiden diplomierten Pantomimen Hartmut Ehrenfeld (geboren in Calw) und Michael Aufenfehn böten eine Clownshow der Extraklasse und Akrobatik in Perfektion.

 

 

„So muss Kleinkunst sein“, befand die Jury und zeichnete Martin Herrmann für sein satirisches Musikkabarett aus. Mit kleinsten Mitteln und spitzer Zunge würde der Heidelberger Liedermacher größtmögliche Tabus brechen. Mit Wort-Jonglage, sprühender Intelligenz und zurückhaltendem Auftreten zöge er das Publikum auf seine Seite.

 

Die Hauptpreise zu je 5.000 Euro werden zu gleichen Teilen vom Land Baden-Württemberg und der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg finanziert.

 

 

Ehrenpreis für Harald Hurst

Der mit 5.000 Euro dotierte Ehrenpreis ging an den Ettlinger Mundartdichter Harald Hurst. Der Preis wurde 2018 zum neunten Mal verliehen. Er wird von Lotto Baden-Württemberg gestiftet. Mit ihm sollen Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich um die Kleinkunst im Land verdient gemacht haben. Der Ehrenpreis komme diesmal keinem typischen Künstler zugute, so die Jury. Hurst parodiere nicht, er sei kein Entertainer, kein Comedian und er mache auch keine Musik. „Einfach nur vorlesen – Altmeister Hurst hat dies zur Kunstform erhoben. Er ist ein Geschichtenerzähler, bei dem man nicht aufhören möchte, zuzuhören. Ein Mensch der leisen Töne, die aber ins Schwarze treffen“, so Heidrun Haendle, Jurorin und Kulturamtsleiterin der Stadt Gaggenau, in ihrer Laudatio. Hurst lebt laut seiner Biographie seit 1980 „das tägliche Wunder der freien Schriftstellerei.“

 

 

Förderpreis für Tino Bomelino

"Hallo, ich bin der Tino!", so harmlos-schüchtern kommt Tino Bomelino auf die Bühne. Aber hinter dieser freundlichen Fassade verbirgt sich ein ganz ausgebuffter Comedian, der es faustdick hinter den Ohren hat, urteilt die Jury und zeichnet Tino Bomelino aus Mannheim mit einem Förderpreis aus. Da müsse man immer auf der Hut sein. Seine Gags, mitunter verpackt in musikalischen Einlagen an der Loop-Station, würden sich anschleichen und ihre Wirkung mit Verzögerungseffekt entfalten - dafür umso überraschender und eindringlicher.