Soziokultur in Sindelfingen aktuell
Zukunftsprozess der IG Kultur
Die IG Kultur in Sindelfingen hat einen partizipativ angelegten Zukunftsprozess gestartet, um ihre Arbeit nachhaltig zu stärken. Öffentlich vorgestellt wurden die Ergebnisse im Beisein zahlreicher Vereinsmitglieder, des Kulturamtsleiters Markus Nau und der LAKS Baden-Württemberg. Die Förderung durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kunst hat diesen intensiven Organisationsentwicklungsprozess ermöglicht. Die Ziele sind, die Vereinsstruktur weiter zu entwickeln, sprich Nachfolger für den Vereinsvorstand zu finden, die soziokulturelle Arbeit auszubauen und Kultur für alle in Sindelfingen zu ermöglichen. Elke Sieber von swsp transform hat den Prozess fachlich unterstützt und begleitet.
Der Vereinsvorsitzende Thilo Münz stellte gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern die Ergebnisse vor. Nachdem in einem Worldcafé im Februar 2025 mit 40 Mitwirkenden aus Verein, Stadtgesellschaft und Verwaltung die Ziele identifiziert und das Vorgehen festgelegt wurde, bildeten sich vier Arbeitsgruppen: Zielgruppenentwicklung/Kooperationen, Vielfalt, Sichtbarkeit und Räumlichkeiten. In diesen Arbeitsgruppen wurden dann die einzelnen Arbeitsschritte entwickelt. Wie kann es gelingen, neue Mitglieder für den Vorstand zu gewinnen, neues Publikum zu erreichen und ans Haus zu binden aber auch in der Stadt Sindelfingen und darüber hinaus sichtbarer zu werden?
Neue Kooperationen zu anderen Kulturträgern und zu Migrantenselbstorganisationen aufzubauen, ist in einer Stadt wie Sindelfingen mit einer Bevölkerung aus vielen Nationen nicht nur Mittel zum Zweck, sondern folgt dem Anspruch, möglichst vielen Menschen Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen. Die Zentrenfahrt der LAKS im Sommer 2025 verschaffte den mitreisenden Vereinsmitgliedern der IG Kultur viele Impulse und Einblicke in das Funktionieren anderer soziokultureller Zentren und dazu neue Kontakte zu anderen Programmmacher*innen. Der Zusammenhalt, die Identifikation mit dem eigenen Zentrum sowie Kreativität und Offenheit, neue Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden, zeichnet die IG Kultur aus und bieten den Kompass für die Umsetzungen der Prozessergebnisse in den kommenden Jahren.
Der rein ehrenamtliche arbeitende Verein hat bereits viel erreicht. Dies wurde ebenfalls auf der Ergebnispräsentation von verschiedenen Seiten bekräftigt: Er bietet ein beeindruckendes Programm, hat seine Räumlichkeiten im Pavillon liebevoll gestaltet und hat in den letzten Jahren viel in technische Infrastruktur investiert. Ein Wunsch, der leider noch nicht erfüllt ist, ist die Barrierefreiheit – hier ist auch die Kommune gefragt.
Thilo Münz, Hilmar Kallweit und das Vorstandsteam mit Moderatorin Elke Sieber