Hilfsprogramme

 

Land Baden-Württemberg

Zuletzt aktualisiert: 04.02.2021 (13:30 Uhr)

 

 

1.     Überbrückungshilfe III


Link: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-10-29-neue-corona-hilfen.html 
Antragstellung: bis 30. Juni 2021
Förderhöhe: max. 1,5 Mio. Euro (abhängig von Unternehmensgröße)
Die Überbrückungshilfe III gilt ab Januar 2021 für alle Unternehmen, die von staatlichen Schließungsanordnungen betroffen sind – also sowohl für die jetzt im Dezember neu bundesweit geschlossenen Unternehmen wie auch für diejenigen, die im November oder Dezember die „November“- bzw. „Dezemberhilfe“ erhalten haben. Eine „Januarhilfe“ nach dem Muster der „Novemberhilfe“ wird es also nicht geben, stattdessen greift die Überbrückungshilfe III. Die Überbrückungshilfe sieht Zuschüsse zu den fixen Kosten der Unternehmen vor. Sie richtet sich an Unternehmen, Soloselbstständige sowie selbständige Freiberufler*innen. Voraussetzung ist, dass im jeweiligen Monat ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent vorlag. Die Antragstellung erfolgt über einen Steuerberater.

Zu den förderfähigen Fixkosten zählen unter anderem
-    Mieten und Pachten
-    Finanzierungskosten und ähnliche Kosten, die nicht umsatzabhängig sind (Kosten für Auszubildende oder Grundsteuern)
-    Aufwendungen für Personal, das Kurzarbeit nicht nutzen kann (Pauschale in Höhe von 20 Prozent der übrigen förderfähigen Fixkosten)
-    Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten bis zu 20.000 Euro
-    Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung
-    Abschreibungen von Wirtschaftsgütern bis zu 50 %
-    Marketing- und Werbekosten (maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahr 2019)

 

2.     Nothilfefonds


Link: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/ausschreibungen/ 
Antragstellung: Antrag bis spätestens 30. September 2021
Förderhöhe: min. 10.000 Euro
Mit dem Nothilfefonds im soll wirtschaftlich gefährdeten Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Vereinen der Breitenkultur geholfen werden, die in ihrer Existenz bedroht sind. Antragsberechtigt sind grundsätzlich Kunst- und Kultureinrichtungen (insbesondere Theater, Orchester und musikalische Ensembles, Chöre, regelmäßig wiederkehrende Festivals und Festspiele, soziokulturelle Zentren, Museen und vergleichbare Einrichtungen mit regelmäßigem Ausstellungsbetrieb, Kunstvereine, Freilichtmuseen etc.) in privater Trägerschaft mit Sitz in Baden-Württemberg, die aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst entweder institutionell gefördert werden oder in den letzten drei Jahren eine regelmäßige Projektförderung erhalten haben. Fördervoraussetzung ist, dass alle zumutbaren Manßnahmen zur Schadensminderung (z.B. Kurzarbeitergeld, Corona-Soforthilfe, NEUSTART Kultur) ergriffen wurden und die Kommune im bisherigen Umfang weiterfördert.

 

 

3.     Wüstenrot Stiftung: „Kultur trotz und nach Corona 2021“

 

Link: https://wuestenrot-stiftung.de/foerderantraege/informationen-fuer-bewerber/?fbclid=IwAR12ZRMJgmXWNVmnRSA40ERLD3bnrreZ1V0UhZLvsNOcaqHLpKhsPDiGlls

Antragstellung: ab sofort

Förderhöhe: min. 1.000 Euro, max. 20.000 Euro

Die Wüstenrot Stiftung will mit diesem Förderprogramm dazu beitragen, dass kulturelles Leben in unserer Region – trotz und nach Corona – in größtmöglicher Vielfalt erhalten bleibt. Dabei möchten wir eine Gruppe von Menschen besonders in den Blick nehmen, die für die Kultur besonders wichtig, gleichzeitig aber durch die Corona-bedingten Einschränkungen stark betroffen sind: die selbstständig u.a. künstlerisch, wissenschaftlich und erzieherisch tätigen Freiberufler. Gemeinnützige Einrichtungen mit kulturellem Schwerpunkt können bei uns Mittel beantragen, mit denen sie Vorhaben und Projekte finanzieren wollen, die bis Ende 2021 mit Hilfe von Freiberuflern durchgeführt werden. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Die Wüstenrot Stiftung übernimmt dabei den Anteil, der für die Freiberufler anfällt (Honorare sowie eventuelle Nebenkosten und Sachkosten auf Nachweis).

 

 

4.     Kunst trotz Abstand

 

Link: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/weitere-corona-hilfen-fuer-kunst-und-kultur-im-land-in-hoehe-von-28-millionen-euro

Antragstellung: vls. ab Frühjahr 2021

Förderhöhe: min. 1.000 Euro, max. 20.000 Euro

Mit dem Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ hat das Ministerium im Jahr 2020 bereits dazu beigetragen, dass Kultureinrichtungen, Vereine der Breitenkultur sowie freischaffende Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeit trotz der Corona-bedingten Einschränkungen fortsetzen konnten. Die Nachfrage war mit insgesamt über 1.000 eingereichten Anträgen enorm. Insgesamt wurden 399 Projekte aus allen Sparten in ganz Baden-Württemberg gefördert. In den kommenden Monaten sind weitere Einschränkungen und Einnahmeausfälle im Kunst- und Kulturbereich zu erwarten. Damit der Spiel- und Produktionsbetrieb fortgesetzt werden kann, sobald die Auflagen dies erlauben, sind weitere Hilfen notwendig. „Wir werden ´Kunst trotz Abstand` daher im kommenden Jahr fortsetzen und mit Mitteln in Höhe von 3 Mio. Euro weitere Projekte bis zum Jahresende 2021 ermöglichen“, sagte Ministerin Bauer.

 

 

5.     Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen

 

Link: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/weitere-corona-hilfen-fuer-kunst-und-kultur-im-land-in-hoehe-von-28-millionen-euro

Antragstellung: in zwei Tranchen Anfang und Mitte 2021

Förderhöhe: 3.500 Euro

Das Stipendienprogramm richtet sich an professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten (Musik, Bildende Kunst und neue Medien, Literatur, Darstellende Künste, Kleinkunst) mit Erstwohnsitz in Baden-Württemberg. Mit Projektstipendien von je 3.500 Euro sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre künstlerische Arbeit fortzusetzen, nachdem ihnen durch die pandemiebedingten Einschränkungen ihre Auftritts- und Präsentationsmöglichkeiten entzogen wurden. Die Stipendien sollen freischaffende Künstlerinnen und Künstler unterstützen und motivieren, neue Projekte zu konzipieren oder umzusetzen sowie neue Formen der Präsentation zu entwickeln.

 

 

Bund

Zuletzt aktualisiert: 04.02.2021 (13:30 Uhr)

 

 

1.    Außerordentliche Wirtschaftshilfe/November-und Dezember-Hilfe

 

Um Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen einzelner Branchen angesichts der erneut notwendigen vorübergehenden Schließungen sehr kurzfristig und zielgerichtet zu unterstützen, werden außerordentliche Wirtschaftshilfen geleistet. Dafür stehen insgesamt bis zu 10 Milliarden Euro bereit.

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes der Monate November und 2019 erhalten. Die Höhe errechnet sich aus dem durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz des Vorjahresmonats, gezahlt wird sie für jede angeordnete Lockdown-Woche. Bei jungen Unternehmen, die nach November 2019 gegründet wurden, gelten die Umsätze von Oktober 2020 als Maßstab. Soloselbständige haben das Wahlrecht, als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde zu legen.

Einen Antrag auf außerordentliche Wirtschaftshilfe können Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen stellen, denen aufgrund staatlicher Anordnung das Geschäft untersagt wird beziehungsweise aufgrund bereits bestehender Anordnung bereits untersagt ist. Unterstützungsmaßnahmen für diejenigen, die indirekt, aber in vergleichbarer Weise durch die Anordnungen betroffenen sind, werden zeitnah geklärt.

Die Auszahlung soll nach vereinfachtem Antrag über die Plattform der Überbrückungshilfe erfolgen. Da die Umsetzung der Einzelheiten einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wird die Gewährung von Abschlagszahlungen geprüft.

 

Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 30.04.2021 gestellt werden.
Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 30.04.2021 gestellt werden.

 

Zum Wirtschaftshilfe des Bundesfinanzministeriums: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/10/2020-11-05-PM-ausserordentliche-wirtschaftshilfe-november.html?fbclid=IwAR3LwAk6-zEj7AlWwzq7PpgHKt1XlP0jMkKZK0kwADgUSqWuQEr1fMcBs1o 

 

 

 

Mit NEUSTART KULTUR hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt. Gefördert werden unter anderem pandemiebedingte Investitionen und Projekte verschiedener Kultursparten. Das Programm NEUSTART KULTUR unterteilt sich in vier Programmteile, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Die Mittel werden über die jeweiligen Fachverbände (u.a. Bundesverband Soziokultur e.V.) und Kulturfonds (u.a. Fonds Soziokultur) ausgeschüttet. Im Folgenden werden die für die Soziokultur relevanten Programme ausführlicher und alle weiteren kurz dargestellt.

 

 

2.    NEUSTART KULTUR (über Fonds Soziokultur)


Link: https://www.fonds-soziokultur.de/foerderung/foerderprogramme/sonderprogramm-neustart-kultur.html
Antragstellung: ab 15. August bis (je nach Programmlinie) spätestens September 2021
Förderhöhe: 5.000 bis 30.000 Euro, Eigenanteil 20%
Durchführungszeitraum: je nach Programmlinie bis spätestens September 2021
Das Sonderprogramm des Fonds Soziokultur e.V. fördert im Rahmen des BKM-Programms NEUSTART KULTUR Projekte von Einrichtungen bzw. Trägern der kulturellen Bildung und Medienbildung, der Soziokultur und Kulturarbeit in freier Trägerschaft bei der krisenbedingten Neuausrichtung und Stärkung ihrer Arbeit im Schnittfeld von Kunst und Gesellschaft. Im Fokus stehen Teams aus freien und festen Mitarbeiter*innen sowie Netzwerke vor Ort, die neue Formen und Wege kultureller Arbeit mit gesellschaftlicher Wirkung erproben und mittelfristig etablieren möchten. Ziel ist es, die wichtigen Erfahrungen der letzten Monate mit den zahlreichen neuen Ansätzen von „Soziokultur/Kultur auf Abstand“ mit der Verantwortung für freies künstlerisches Personal zu verbinden. Es startet mit einer allgemeinen Ausschreibung und ruft zusätzlich in 4 Themenprogrammen in zeitlichen Abständen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte auf. Die möglichen Laufzeiten der Projekte sind infolgedessen unterschiedlich lang, in der Regel nicht länger als bis September 2021. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt per Juryentscheidung.

 

 

3.   Förderung von Klein-/U&D-Festivals (über Initiative Musik)


Link:
https://www.initiative-musik.de/neustart-kultur/festivals/ 
Antragstellung: ab 1. Februar bis 31. Mai 2021
Förderhöhe: min. 7.500 bis max. 75.000 Euro
Als Teil von NEUSTART KULTUR richtet sich dieses Programm zu „Erhalt und Stärkung der musikalischen Infrastruktur in Deutschland“ an Veranstalter*innen von Kleinst-, Eintages- und "Umsonst & Draußen"-Festivals. Sie übernehmen das inhaltliche, organisatorische und finanzielle Risiko für Produktion und Durchführung von Livemusik-Veranstaltungen als wichtige Präsentationsplattformen für ausübende Künstler*innen. Die Veranstalter*innen bilden damit ein wesentliches Fundament für die musikalische Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland.

 

Der Deutsche Kulturrat hat eine Übersicht über alle laufenden Förderprogramme im BKM-Programm NEUSTART KULTUR erstellt.     mehr...

 

 

 

Europäische Union

Zuletzt aktualisiert: 30.03.2020 (14:00 Uhr)

 

Aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs hat die Europäische Kommission die Fristen für die Einreichung von Anträgen für mehrere Förderprogramme verlängert: https://ec.europa.eu/programmes/creative-europe/content/coronavirus-deadline-applications-extended_en

 

Zum Umgang mit den Auswirkungen des Coronavirus für geförderte Projekte
Die EACEA hat am 25. März ihre Meldung zum Umgang mit den Auswirkungen des Coronavirus für u. a. im Programm KREATIVES EUROPA KULTUR geförderte Projekte aktualisiert. Alle Details können Sie der Meldung entnehmen: https://eacea.ec.europa.eu/about-eacea/news/coronavirus-implications-for-implementation-programmes-managed-eacea_en

 

 

MFG-Infosessions zu Corona-Hilfen


Ziel der Sessions ist es, einen Überblick zu ausgewählten Hilfsprogrammen zu vermitteln, gute Informationsquellen aufzuzeigen, branchenspezifische Hinweise für die Antragstellung zu geben und individuelle Fragen zu den Programmen zu beantworten.

 

Sie finden an folgenden Terminen statt:

> 10. März, 16:30-18:00 Uhr: Überbrückungshilfe III und die Neustarthilfe


> 24. März, 10:00-11:30 Uhr: Überbrückungshilfe III und die Neustarthilfe


> 8. April, 16:00-17:30 Uhr:
Überbrückungshilfe III, die Neustarthilfe sowie Hilfsprogramme vom Land Baden-Württemberg

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